Cannabis Patient werden: So bekommst du dein Cannabis-Rezept
- Ezra Judanin
- 10. Dez. 2025
- 8 Min. Lesezeit
Stell dir vor, du liegst seit Monaten nachts wach. Die Schmerzen lassen einfach nicht nach. Ibuprofen bringt kaum noch was, stärkere Schmerzmittel machen dich benommen oder greifen den Magen an.
Oder: Deine ADHS-Medikamente funktionieren, aber die Nebenwirkungen sind die Hölle. Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, innere Unruhe.
Und dann hörst du von Cannabis. Davon, dass es Menschen hilft. Dass Patienten endlich wieder schlafen können, dass chronische Schmerzen erträglicher werden, dass sich Spastiken lösen.
Aber wie wird man eigentlich Cannabis-Patient?
Die Wahrheit ist: Es ist einfacher, als die meisten denken. Seit 2017 können Ärzte in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben und seit der Teillegalisierung 2024 ist der Zugang noch unkomplizierter geworden.
Trotzdem gibt es viele offene Fragen:
Welche Diagnose brauche ich überhaupt?
Kann jeder Arzt Cannabis verschreiben oder muss ich zu einem Spezialisten?
Was kostet das Ganze und übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Wo finde ich einen Arzt, der tatsächlich verschreibt?
Wie lange dauert es, bis ich mein Rezept habe?
In diesem Guide bekommst du alle Antworten.
Du erfährst:
Die genauen Voraussetzungen, um Cannabis-Patient zu werden
Den Schritt-für-Schritt-Prozess von der Diagnose bis zum Rezept
Welche Ärzte verschreiben und wie du sie findest
Kosten (Kassenrezept vs. Privatrezept)
Welche Krankenkassen zahlen und wie der Antrag funktioniert
Cannabis-Sorten nach Beschwerden
Alle häufig gestellten Fragen
Am Ende weißt du genau, was zu tun ist ohne Umwege, ohne Unsicherheit.

Cannabis-Patient werden: Die Voraussetzungen
Bevor wir zum Prozess kommen, die wichtigste Frage: Kann überhaupt jeder Cannabis-Patient werden?
Nein. Aber die Hürden sind niedriger, als viele denken.
Welche Diagnose brauchst du für Cannabis?
Es gibt keine festgelegte Liste von Erkrankungen, für die Cannabis zwingend verschrieben werden muss. Stattdessen entscheidet der Arzt individuell, ob Cannabis für deine Therapie geeignet ist.
In der Praxis werden Cannabis-Rezepte am häufigsten ausgestellt bei:
Bereich | Erkrankungen/Symptome |
Schmerzen | Chronische Schmerzen, Migräne, Rückenschmerzen, Nervenschmerzen, Fibromyalgie, Arthrose |
Neurologisch | ADHS, Multiple Sklerose, Parkinson, Spastiken, Epilepsie, Restless-Legs-Syndrom |
Psychisch | Schlafstörungen, Angststörungen, PTSD (Posttraumatische Belastungsstörung) |
Krebs | Übelkeit bei Chemotherapie, Appetitlosigkeit, tumorbedingte Schmerzen |
Magen-Darm | Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, chronische Darmentzündungen |
Andere | Tourette-Syndrom, chronische Entzündungen, Glaukom |
Wichtig: Diese Liste ist nicht abschließend. Wenn dein Arzt der Meinung ist, dass medizinisches Cannabis dir helfen könnte, kann er es verschreiben unabhängig von der Diagnose.
Mehr zu Cannabis bei chronischen Schmerzen findest du in unserem Artikel über Cannabis gegen Schmerzen.
Andere Therapien müssen versucht worden sein
Cannabis gilt nicht als Erstlinien Therapie. Das bedeutet: Du musst in der Regel vorher andere Behandlungen ausprobiert haben.
Diese müssen:
Nicht ausreichend gewirkt haben oder
Unerträgliche Nebenwirkungen verursacht haben oder
Für dich nicht geeignet sein (z. B. wegen Allergien, Wechselwirkungen)
Beispiel: Du hast chronische Rückenschmerzen. Du hast Physiotherapie gemacht, verschiedene Schmerzmittel probiert, vielleicht sogar Opiate genommen, aber nichts hat langfristig geholfen oder die Nebenwirkungen waren zu stark.
Jetzt kannst du Cannabis als alternative Therapie versuchen.
Wann darfst du KEIN Cannabis-Patient werden?
Es gibt ein paar Ausschlusskriterien:
Schwangerschaft oder Stillzeit
Schwere psychische Erkrankungen (Schizophrenie, akute Psychosen)
Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen (in Einzelfällen)
Alter unter 18 Jahren (nur in Ausnahmefällen mit spezieller Genehmigung)
Suchterkrankungen (aktive Abhängigkeit von Alkohol, Drogen wird individuell bewertet)
Wenn du keine dieser Ausschlusskriterien hast und eine der oben genannten Diagnosen vorliegt, stehen die Chancen gut, dass du Cannabis-Patient werden kannst.
Schritt für Schritt: So wirst du Cannabis-Patient
Jetzt wird's konkret. Hier ist der genaue Ablauf, vom ersten Arztgespräch bis zur Abholung in der Apotheke.
Schritt 1: Arztgespräch vorbereiten
Bevor du zum Arzt gehst, solltest du dich vorbereiten. Das erhöht deine Chancen auf ein Cannabis-Rezept enorm.
Was brauchst du?
Medizinische Unterlagen:
Arztbriefe, Diagnosen, Befunde
Liste aller Medikamente, die du bereits genommen hast
Berichte über bisherige Therapien (Physio, Psychotherapie, etc.)
Symptom-Tagebuch:Dokumentiere deine Beschwerden über 2–4 Wochen:
Schmerzintensität (Skala 1–10)
Schlafqualität
Einschränkungen im Alltag
Liste bisheriger Therapien: Was hast du schon probiert? Was hat geholfen, was nicht?
Warum ist das wichtig? Der Arzt muss die Verschreibung begründen können, sowohl gegenüber der Krankenkasse als auch rechtlich. Je besser du dokumentierst, dass andere Therapien nicht funktioniert haben, desto leichter wird das Gespräch.

Schritt 2: Den richtigen Arzt finden. Kann jeder Arzt Cannabis verschreiben?
Ja, grundsätzlich kann jeder zugelassene Arzt in Deutschland medizinisches Cannabis verschreiben, egal ob Hausarzt, Facharzt oder Zahnarzt (wobei Zahnärzte es selten tun).
Aber: Nicht jeder Arzt will Cannabis verschreiben.
Option A: Hausarzt oder Facharzt
Vorteile:
Kennt deine Krankengeschichte
Persönlicher Kontakt
Oft kostenfrei (über Krankenkasse)
Nachteile:
Viele Ärzte haben wenig Erfahrung mit Cannabis
Manche lehnen Cannabis-Verschreibungen grundsätzlich ab (aus Unsicherheit oder Überzeugung)
Wartezeiten für Termine
Tipp: Frag vorher telefonisch in der Praxis, ob der Arzt Cannabis verschreibt. Das spart dir Zeit und Enttäuschungen.
Option B: Online-Ärzte (Telemedizin)
Vorteile:
Schnell (oft Termin innerhalb 24–48 Stunden)
Cannabis-spezialisiert (hohe Erfolgsquote bei der Verschreibung)
Bequem von zuhause
Keine langen Wartezeiten
Nachteile:
Kosten (meist 49–150 € pro Konsultation)
Keine persönliche Arzt-Patienten-Beziehung
Nicht alle Krankenkassen übernehmen Telemedizin-Kosten
Schritt 3: Das Arztgespräch, was passiert da?
Der Arzt wird im Gespräch folgende Punkte klären:
Deine Krankengeschichte
Welche Diagnosen hast du?
Wie lange bestehen die Beschwerden?
Bisherige Behandlungen
Was hast du bereits probiert?
Warum haben diese Therapien nicht geholfen?
Symptome bewerten
Wie stark sind die Schmerzen/Beschwerden?
Wie sehr beeinträchtigen sie deinen Alltag?
Cannabis als Option erklären
Wirkung, Nebenwirkungen, Dosierung
Erwartungen klären
Entscheidung
Wenn der Arzt Cannabis für geeignet hält: Du bekommst ein Rezept
Wenn nicht: Er erklärt dir, warum nicht (oft hilft es, mehr Dokumentation nachzureichen)
Schritt 4: Kassenrezept oder Privatrezept?
Jetzt kommt die wichtigste Frage: Wer zahlt?
Kassenrezept (Krankenkasse übernimmt die Kosten)
Voraussetzungen:
Du hast eine schwerwiegende Erkrankung
Andere Therapien haben nicht ausreichend geholfen
Die Krankenkasse hat vorab zugestimmt (Kostenübernahmeantrag)
Prozess:
Arzt stellt Antrag bei deiner Krankenkasse (Formular 61)
Krankenkasse prüft den Antrag (dauert 3–5 Wochen; bei Palliativpatienten nur 3 Tage)
Bei Genehmigung: Cannabis auf Kassenrezept (du zahlst nur 5–10 € Rezeptgebühr)
Wichtig: Nicht alle Anträge werden genehmigt. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 60–70 %.
Welche Krankenkassen übernehmen Cannabis?
Alle gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, Anträge zu prüfen. Die Entscheidung hängt von der Begründung des Arztes ab, nicht von der Kasse selbst.
Erfahrungen zeigen:
AOK, TK, Barmer: Relativ hohe Genehmigungsquoten
Private Krankenkassen: Entscheiden individuell, oft kulanter
Wie lange dauert die Genehmigung?
Normal: 3–5 Wochen
Palliativpatienten: 3 Tage
Keine Antwort nach 5 Wochen: Gilt als automatische Genehmigung (Genehmigungsfiktion)
Privatrezept (du zahlst selbst)
Vorteile:
Sofort verfügbar (keine Wartezeit auf Krankenkassen-Genehmigung)
Keine bürokratischen Hürden
Freie Sortenwahl
Nachteile:
Kosten: 50–500 € pro Monat (je nach Sorte, Menge und Verbrauch)
Für wen geeignet:
Du willst schnell starten
Du hast keine schwerwiegende Erkrankung (z. B. leichte Schlafstörungen, leichte Schmerzen)
Deine Krankenkasse hat den Antrag abgelehnt
Schritt 5: Cannabis in der Apotheke holen
Du hast dein Rezept, was jetzt?
Nicht jede Apotheke führt medizinisches Cannabis. Du brauchst eine Cannabis-Apotheke oder eine Versandapotheke.
Option A: Lokale Cannabis-Apotheke
Vorteile:
Persönliche Beratung
Sofort verfügbar (wenn vorrätig)
Du kannst die Blüten sehen und riechen
Nachteile:
Nicht überall verfügbar
Oft kleinere Sortenauswahl
Manchmal teurer
Wo findest du Cannabis-Apotheken in deiner Nähe?
Mehr zu Cannabis-Apotheken findest du in unserem Artikel über Apotheken.
Option B: Versandapotheke
Vorteile:
Größere Auswahl
Oft günstiger
Lieferung innerhalb 1–3 Tagen
Nachteile:
Keine persönliche Beratung
Du musst auf die Lieferung warten
Top-Versandapotheken für Cannabis:
Grünhorn
Nordleaf
Flowzz
Can-Doc
Schritt 6: Dosierung & Anwendung
Du hast dein Cannabis, wie nutzt du es richtig?
Grundregel: Low & slow, starte niedrig, steigere langsam.
Inhalation (Vaporizer)
Vorteile:
Schnelle Wirkung (5–15 Minuten)
Gut dosierbar
Schonender für die Lunge als Rauchen
Dosierung:
Anfänger: 0,05–0,1 g pro Inhalation
Erfahrene: 0,2–0,5 g pro Session
Temperatur: 180–210 °C (optimal für THC und Terpene)
Öle & Tropfen
Vorteile:
Präzise Dosierung
Diskret
Längere Wirkung (4–8 Stunden)
Dosierung:
Anfänger: 2–3 Tropfen (2,5–5 mg THC)
Erfahrene: 5–10 Tropfen (10–20 mg THC)
Mehr zu THC-Öl findest du in unserem Artikel über THC-Öl Dosierung.

Cannabis-Patientenausweis: Brauchst du ihn wirklich?
Was ist der Cannabis-Patientenausweis?
Ein offizielles Dokument, das bestätigt, dass du legaler Cannabis-Patient bist. Es enthält:
Deinen Namen
Diagnose
Verschreibende Arztpraxis
Gültigkeitsdauer
Wozu brauchst du ihn?
Polizeikontrolle: Falls du mit Cannabis erwischt wirst (auch wenn es legal verschrieben ist, kann es Fragen geben)
Verkehrskontrolle: Nachweis, dass du medizinisches Cannabis nutzt (schützt nicht vor THC-Tests, aber zeigt legale Nutzung)
Rechtssicherheit: Im Zweifel kannst du nachweisen, dass du Patient bist
Wo bekommst du ihn?
Bei deinem verschreibenden Arzt
Online Anbieter wie Demecan, Cannamedical, Grünhorn
Meist kostenlos oder gegen geringe Gebühr
Welche Cannabis-Sorte passt zu deinen Beschwerden?
Du hast dein Rezept, aber welche Sorte sollst du wählen?
Das hängt von deinen Symptomen ab. Hier eine Übersicht:
Bei chronischen Schmerzen
Empfohlene Sorten (Indica-dominant):
Khalifa Kush – 32 % THC
Wirkung: Muskelentspannend, schmerzlindernd, beruhigend
Ideal für: Abendliche Schmerzen, Muskelverspannungen, Fibromyalgie
Gossip Gun – 31 % THC
Wirkung: Tiefenentspannend, körperlastig, lang anhaltend
Ideal für: Chronische Schmerzen, Arthrose, Nervenschmerzen
Mehr zu Cannabis Sorten die zu dir passen, findest du in unserem Artikel über Cannabis Sorten nach Wirkung: Entspannend, kreativ oder aktiv
Bei ADHS & Konzentrationsproblemen
Empfohlene Sorten (Sativa-dominant):
Tangrini – 31 % THC
Wirkung: Fokussierend, klar, aufmunternd
Ideal für: ADHS, Tageskonsum, Arbeit
Super Citra G. – 35 % THC
Wirkung: Aktivierend, kreativ, euphorischIdeal für: Kreative Arbeit, Fokus, Motivation
Mehr zu Cannabis bei ADHS findest du in unserem Artikel über Cannabis und ADHS.
Bei Schlafstörungen
Empfohlene Sorten (Indica-dominant):
Midnight Mimosa – 30 % THC
Wirkung: Gleichmäßig entspannend, lang anhaltend, schlaffördernd
Ideal für: Durchschlafen, Erholung, Stressabbau
Peyote Critical – 19–23 % THC
Wirkung: Sanft beruhigend, nicht zu sedierend
Ideal für: Einsteiger, leichte Schlafprobleme
Mehr zu Cannabis bei Schlafstörungen findest du in unserem Artikel über Cannabis bei Schlafproblemen.
Weedspot: Finde die beste Apotheke & den besten Arzt für dein Cannabis-Rezept
Du weißt jetzt, wie du Cannabis-Patient wirst. Aber:
Welche Apotheke hat welche Sorten auf Lager?
Welcher Online-Arzt verschreibt am zuverlässigsten?
Wo bekommst du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?
Hier hilft weedspot.de:
✔️ Apotheken vergleichen – Verfügbarkeit, Preise, Bewertungen
✔️ Online-Ärzte vergleichen – Kosten, Erfolgsquote, Service
✔️ Sorten finden – Welche Apotheke führt deine gewünschte Sorte?
✔️ Bewertungen lesen – Echte Erfahrungen von echten Patienten
Egal ob Anfänger oder erfahren: Weedspot bringt dich zum richtigen Anbieter – transparent, aktuell, unkompliziert.
Fazit: Cannabis-Patient werden ist einfacher, als du denkst
Du hast es geschafft. Du weißt jetzt genau, wie du Cannabis-Patient wirst:
Voraussetzungen prüfen (Diagnose, Vorbehandlungen dokumentieren)
Arzt finden (Hausarzt, Facharzt oder Online-Arzt)
Rezept bekommen (Kassenrezept mit Antrag oder Privatrezept sofort)
Apotheke finden (lokal oder Versand)
Richtig dosieren (Low & slow, Vaporizer oder Öl)
Es ist kein Hexenwerk. Tausende Menschen in Deutschland sind bereits Cannabis-Patienten und die meisten sagen: „Warum habe ich nicht früher angefangen?"
Der erste Schritt: Such dir einen Arzt. Bereite dich vor. Und trau dich, das Gespräch zu führen.
Cannabis kann helfen, aber nur, wenn du den ersten Schritt machst.
FAQ – Die häufigsten Fragen zum Cannabis-Patient werden
Wie bekomme ich ein Cannabis-Rezept?
Du benötigst einen Arzt, der medizinisches Cannabis verschreibt. Dieser prüft deine Diagnose und bisherige Behandlungen. Bei Eignung bekommst du ein Rezept, entweder als Kassenrezept (mit Krankenkassen-Genehmigung) oder als Privatrezept (sofort verfügbar).
Kann jeder Arzt Cannabis verschreiben?
Ja, grundsätzlich kann jeder zugelassene Arzt in Deutschland Cannabis verschreiben – auch Hausärzte. Allerdings haben nicht alle Ärzte Erfahrung damit oder wollen es verschreiben. Online-Ärzte und spezialisierte Cannabis Ärzte verschreiben häufiger.
Welche Diagnose brauche ich für Cannabis?
Es gibt keine feste Liste. Häufig verschrieben wird Cannabis bei chronischen Schmerzen, ADHS, Schlafstörungen, Spastiken, Multiple Sklerose, Migräne, Fibromyalgie, Morbus Crohn, PTSD und als Begleittherapie bei Krebs.
Wie viel kostet medizinisches Cannabis?
Mit Kassenrezept: 5–10 € Rezeptgebühr pro Monat Privatrezept: 300–600 € pro Monat (je nach Menge und Sorte)
Zahlt die Krankenkasse Cannabis?
Alle gesetzlichen Krankenkassen sind verpflichtet, Anträge zu prüfen. Die Erfolgsquote liegt bei ca. 60–70 %. Voraussetzung: schwerwiegende Erkrankung und andere Therapien haben nicht geholfen.
Wie lange dauert die Genehmigung durch die Krankenkasse?
Normal: 3–5 Wochen
Palliativpatienten: 3 Tage
Keine Antwort nach 5 Wochen: Gilt automatisch als genehmigt (Genehmigungsfiktion)
Welche Cannabis-Sorten gibt es?
Es gibt hunderte medizinische Sorten mit unterschiedlichen THC/CBD-Gehalten und Wirkungen. Indica-dominante Sorten wirken entspannend, Sativa-dominante aktivierend, Hybride ausgewogen. Beliebte Sorten: Khalifa Kush, Tangrini, Super Citra G., Peyote Critical.
Wie beantrage ich den Cannabis Patientenausweis?
Den Patientenausweis bekommst du bei deinem verschreibenden Arzt oder über Online-Anbieter wie Demecan, Cannamedical oder Grünhorn. Er ist meist kostenlos und bestätigt deine legale Cannabis Nutzung.
Cannabis auf Privatrezept, wie funktioniert das?
Bei Privatrezept zahlst du selbst. Vorteil: Keine Wartezeit auf Krankenkassen-Genehmigung, sofort verfügbar. Nachteil: Kosten von 300–600 € pro Monat. Geeignet für schnellen Start oder wenn Krankenkasse ablehnt.
Darf ich mit Cannabis-Rezept Auto fahren?
Ja, aber nur wenn du nicht akut unter THC-Einfluss stehst. Der Cannabis-Patientenausweis bietet Rechtssicherheit, schützt aber nicht vor THC-Tests. Fahre nur, wenn du fahrtüchtig bist.
Mehr dazu findest du in unserem Artikel über Cannabis-Rezept und Autofahren.
Wie schnell bekomme ich mein Cannabis-Rezept?
Online-Ärzte: 24–48 Stunden
Hausarzt: 1–2 Wochen (je nach Termin)
Mit Kassenrezept: 3–5 Wochen zusätzlich (wegen Krankenkassen-Genehmigung)
Was ist der Unterschied zwischen Cannabis auf Rezept und Freizeit-Cannabis?
Medizinisches Cannabis:
Verschreibungspflichtig, ärztlich begleitet
Standardisiert, laborgeprüft, konstante Qualität
Krankenkasse kann Kosten übernehmen
Freizeit-Cannabis:
Seit Teillegalisierung legal (bis 25 g Besitz)
Keine medizinische Überwachung
Selbst bezahlt, aus Cannabis Social Clubs oder privatem Anbau
Welche Krankenkasse übernimmt Cannabis am ehesten?
Alle gesetzlichen Krankenkassen prüfen Anträge gleich. Erfahrungen zeigen: AOK, TK und Barmer haben relativ hohe Genehmigungsquoten. Private Krankenkassen entscheiden individuell, oft kulanter.



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